Z’ LICHT!

von Franz Wieland

Früher da war es den Leuten vor dem Winter jedesmal bang;
denn gar so kurz waren die Tage, und die Nächte waren so lang.

Es gab damals noch kein Radio, auch elektrisches Licht fehlte noch.
Man wußte aber trotz alldem, sich damals zu helfen doch.

Die guten Bekannten, die kamen des Abends zusammen z’Licht.
Recht lebhaft zu ging’s da meistens; an Humor fehlte durchaus es nicht.

Gestrickt wurde viel und gesponnen und fleißig das Spinnrad gedreht.
Gar rasch ist die Zeit so verronnen, der Zeiger auf 10 Uhr bald steht.

Da hörte man auf mit der Arbeit, schnell wurde die Stube gefegt.
Und eh’ man sich recht besonnen, hat alles im Tanz sich gedreht.

Dazwischen wurde gegessen, an nichts hat es da gefehlt,
und schließlich wurden dann Witze und derbe Späße erzählt.

Und gegen Ende des Abends, als an’s Fortgehn man dachte gleich,
da wurden von Burschen und Mädchen noch angestellt einige Streich.

So hat man sich früher geholfen, zu tragen des Winters Bürd’.
Fürwahr es ist ewig schade, daß der Brauch nicht mehr ausgeübt wird.

Damit diese schöne Sitte aber ganz vergessen wird nicht,
führen vor wir nun auf der Bühne, wie es zuging früher z’Licht.

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