O Schwarzwald mein!

von Franz Wieland

Seit ich sie sah, lieb ich die Schwarzwaldberge.
Ich wandre gern auf ihren luft’gen Höhn.
Dort finde ich stets neue Kraft und Stärke.
Wie ruht so herrlich sich ’s an Schwarzwaldseen!
Es locken mich die steilen Felsenhänge.
Die würz’ge Tannenluft schwellt meine Brust.
Und ist ’s ums Herz mir manchmal auch recht enge,
so möcht’ ich jauchzen doch vor Freud und Lust.

Ja, in dem Schwarzwald weiß ich mich geborgen.
Drum zieht es machtvoll mich in ihn hinein.
Da schwinden bald der Kummer und die Sorgen.
Da fühl ich wunschlos mich, kann glücklich sein.
Ich weilte auch schon oft in flachen Landen.
Mag sein, daß vielen es dort auch gefällt.
Doch mich mein Schwarzwald hält in festen Banden.
Dort nur empfinde ich, daß schön die Welt.

Die laute Stadt, die kann mir das nicht bieten.
Drum treibts mich stets aus dem Gewühl hinaus.
Ich such in Berg und Tal mir meinen Frieden,
fühl mich im Schwarzwald nur so recht zu Haus.
Ich war heut wieder ganz in seinem Banne.
Es war so zauberhaft, so wunderschön!
Und nehm ich Abschied auch von Ficht und Tanne,
freu ich mich mächtig schon aufs Wiedersehn.

So ist der Schwarzwald mir ein wahrer Segen.
Man hält so jungfrisch sich in der Natur.
Wie schön ist’s doch, in Freiheit sich zu regen!
Wer ein Naturfreund ist, hat auch Kultur.
Drum bleib Naturfreund ich mein ganzes Leben.
Dies schwör ich wiederum heut laut aufs neu.
Was schönres kann es auf der Welt nicht geben!
Und Dir, o Schwarzwald mein, Dir bleib ich treu! 

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