Der Weiberschreck!

von Franz Wieland

Wenn es im Tal der Murg des Mittags elfe läutet,
denkt man dort oft auch dran, was das im Scherz bedeutet.
Im Volksmund heißt dies G’läut der Weiberschreck,
der alle, die am Schlappen sind, scheucht von den Straßen weg.

Ja, stundenlang kann man die Fraun da stehen sehen;
die eine kommt vom Feld, die andre möcht hingehen.
Oft trägt noch auf dem Kopf, wie’s Sitte ist,
die ei’ en Korb mit Lätsche schwer, die andere mit Mist.

Die eine wollt noch rasch auf ihren Acker wandern,
da kam durch Zufall sie gerade zu der andern.
Nun können sie nicht auseinander gehn.
Ja, so ein kleines Schwätzerchen, das ist auch gar zu schön.

Die Zeit verrinnt im Flug, doch ist noch viel zu sagen
und immer wieder noch ist über was zu klagen,
bis plötzlich laut ertönt der „Weiberschreck“
und sie erinnert wieder streng an ihren Daseinszweck.

Mit rotem Kopf sieht man dann beide heimwärts laufen;
es kommen alle zwei vor Eile kaum zum Schnaufen.
Und weil zu kurz zum Kochen oft die Frist,
nahm manche auch schon wieder heim den Korb mitsamt dem Mist.

Doch warum immer länger noch dies explizieren ?
Wie wollen lieber gleich euch zwei sofort vorführen,
wie sie da reden viel von jedem Dreck,
bis endlich sie nach langer Zeit verscheucht der „Weiberschreck“

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