Wasserversorgung

Die erstmalige zentrale Versorgung der Gemeinde Weisenbach mit Wasser erfolgte im Jahre 1907 durch die Fassung der Dachslochquelle und der unteren Gaisbachmißquelle sowie der Erstellung des Hochbehälters Rain mit einem Fassungsvermögen von 130 m³.
Im Jahre 1935 wurde die Wasserversorgung durch Fassung der Wetzsteinbrunnenquelle erweitert.
1951 erfolgte der Bau eines Hochbehälters im Gewann Eben mit einem Fassungsvermögen von 200 m³. 1952 erfolgte dann der Bau der Entsäuerungsanlage im Gewann Ertelsbronn.
Nach 10-jährigen Verhandlungen mit der Gemeinde Reichental konnte im Jahre 1970 die Riedmissquelle ans Netz gehen.

Auch in der früher selbständigen Gemeinde Au wurde sehr früh mit der Sicherstellung der Wasserversorgung begonnen.
Bereits im Jahre 1907 / 1908 wurde mit den Quellfassungen Untere und Obere Kreuzeich, Heiderück und Kohlplatte, der Grundstein für eine zentrale Wasserversorgung gelegt. Ein Hochbehälter mit 60 m³ wurde erstellt, welcher im Jahre 1948 um 130 m³ erweitert wurde.
Im Jahre 1958 wurde mit der Gemeinde Bermersbach die Lieferung von 1 Liter / sec. wasserrechtlich vereinbart, wozu noch die Quellfassung Tabernakelbrunnen im Heiligenwald Weisenbach abgetreten wurde.

Hochbehälter
Wasserbehälter

In den Folgejahren zeigte es sich sehr schnell, dass eine grundlegende Verbesserung der Wasserversorgung für die Zukunft unerlässlich sein würde. In einer Bürgerversammlung am 30.11.1978 wurde das Konzept der neuen Wasserversorgung der Bevölkerung vorgestellt. Die Teilnehmer der Bürgerversammlung waren einheitlich der Auffassung, dass die Gemeinde auf jeden Fall die Wasserversorgung mit eigenen Quellen ausbauen und aufrechterhalten sollte. Auch der Gemeinderat favorisierte diese Lösung und lehnte trotz der erheblichen Mehrkosten für eine eigene Wasserversorgung den Anschluss der Gemeinde an den Wasserversorgungsverband Murgtal ab.

Die neue zentrale Wasserversorgung der Gemeinde Weisenbach, die im Jahr 1982 in Betrieb gegangen ist wird nun von der Riedmißquelle, der Quellen Hohmiß I und Hohmiß II, der Wetzsteinbrunnenquelle sowie der Esselbronnquelle gespeist. Der neue Hochbehälter im Gewann Gerstenland mit Quellwasserentsäuerungsanlage hat einen Nutzinhalt von 800 m³. Der Hochbehälter Gerstenland hat einen maximalen Wasserspiegel von 336 m über NN.

Durch die zum 1. Januar 2003 in Kraft getretene Trinkwasserversorgung sind erhöhte Anforderungen an die Qualität des Trinkwassers gestellt. Um diese Qualitätsanforderungen zu erfüllen, wurden im Jahr 2006 rund 350.000 Euro in den Umbau und die Sanierung des Hochbehälters "Gerstenland" investiert. Neben verschiedenen Sanierungsarbeiten an der Entsäuerungsanlage (unter anderem wurden die Kammern mit Edelstahl ausgekleidet) wurden ein Trübstofffilter und eine UV-Entkeimungsanlage eingebaut. Mit diesen Umbau- und Sanierungsarbeiten des rund 25 Jahre alten Hochbehälters ist nunmehr die Technik wieder auf dem neuesten Stand und bietet auch in den nächsten Jahrzehnten der Weisenbacher Bevölkerung eine Trinkwasserversorgung auf höchstem Niveau.

zur Wasserqualität

Baujahr: 1982
Umbau und Sanierung im Jahr 2006

Adresse

Hochbehälter Gerstenland
Latschigbachtal
76599 Weisenbach
Telefon (07224) 9183-0
Wassermeister: Volker Krieg