Wechsel im Gemeinderat

Im Gemeinderat der Gemeinde Weisenbach standen zum Jahreswechsel Veränderungen an. Gemeinderat Steffen Miles hatte bereits vor Monaten sein Ausscheiden aus dem Gemeinderat zum 31.12.2021 beantragt, mit dem Verweis auf die Verlegung des Hauptwohnsitzes zum 1. Januar 2022 außerhalb von Weisenbach aus beruflichen und persönlichen Gründen. Mit der Verlagerung des Hauptwohnsitzes einher geht nach den Vorgaben der Gemeindeverordnung auch der Verlust der Wählbarkeit.

Bürgermeister Daniel Retsch nutzte die letzte Sitzung des Gemeinderates wenige Tage vor Weihnachten um Steffen Miles zu verabschieden.

Dieser war erstmals am 13. Juni 2004 in den Gemeinderat der Gemeinde Weisenbach gewählt worden. Sogleich wurde er mit der Verpflichtung als Gemeinderat auch Mitglied im Finanz-, Kultur- und Sozialausschuss sowie Vertreter der Gemeinde im Kuratorium der Musikschule. Im Bauausschuss, im ständigen Umlegungsausschuss sowie im gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Gernsbach-Loffenau-Weisenbach war er stellvertretendes Mitglied.

Durch sein berufliches Fachwissen als Diplom-Verwaltungswirt brachte er stets einen hohen Sachverstand insbesondere im Bereich der Finanzen und der Verwaltung mit ein. Ab dem Jahr 2006 beschäftigte er sich als haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion intensiv mit dem kommunalen Haushalt und hielt jeweils die Haushaltsrede.

Nachdem er bereits seit dem Jahr 2009 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion tätig war, wurde er nach dem Ausscheiden von Gottfried Lang aus dem Gemeinderat Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion. In ruhiger und sachlicher Art verstand es Steffen Miles ganz besonders, komplizierte Sachverhalte zusammenzufinden und auch bei schwierigen Themen auf einen fraktionsübergreifenden Konsens hinzuarbeiten. Für 15-jährige Mitgliedschaft im Gemeinderat wurde er im Jahr 2019 mit der Ehrenmedaille der Gemeinde in Silber ausgezeichnet. Nach mehr als 17 Jahren hieß es nun für Steffen Miles aus freien Stücken aufgrund beruflicher und persönlicher Gründe Abschied von der Kommunalpolitik zu nehmen. Bürgermeister Daniel Retsch, Gemeinderat Dominik Strobel für die CDU-Fraktion und der Fraktionsvorsitzende Kollege der FWV-Fraktion Uwe Rothenberger dankten Steffen Miles für dessen großes ehrenamtliches Engagement jeweils mit einem Präsent.

Steffen Miles selbst nutzte die Gelegenheit um sich bei allen Wegbegleitern, sei es in der Verwaltung aber auch bei allen Gemeinderatskolleginnen und –kollegen für die stets konstruktive Zusammenarbeit, geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, Vertrauen, Respekt, Sachlichkeit, Zukunftsorientierung und Freundschaft zu bedanken. Er verwies auf vielfältige Themen, mit welchen er sich, wenn er nicht im Gemeinderat tätig gewesen wäre, gar nicht beschäftigt hätte, wie z. B. die Haushaltsreden, Wasserversorgung, Sanierung von Stützmauern, Waldbewirtschaftung, Gründung des Nationalparks, Landschaftspflege, Flurneuordnungsverfahren, Flächennutzungsplan, Entwicklung der Bestattungsformen, Betriebsbesichtigungen, Feuerwehrwesen, Ausbau der Kinder- und Ganztagsbetreuung, Unterbringung von geflüchteten Menschen und vielem mehr. Besondere Erwähnung fand in seinen Dankesworten die Festrede des früheren Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Erwin Teufel im Jahre 2011 zur 675-Jahrfeier oder eine Sportveranstaltung auf den Weisenbacher Sportanlagen am 15. Juni 2017, wo er als Vertreter der Gemeinde die Olympiateilnehmerinnen Silke Spiegelburg (Stabhochsprung) und Lena Urbaniak (Kugelstoßen) begrüßen konnte. Steffen Miles zeigte sich dankbar für die schöne, interessante aber auch intensive Zeit in denen er in ehrenamtlicher Funktion die Entwicklung der Gemeinde mitprägen durfte.

In Abwesenheit verabschiedete Bürgermeister Daniel Retsch Gemeinderätin Tina Forker aus dem Gremium, welche sich auf ihre Genesung konzentrieren möchte. Tina Forker wurde erstmals am 26. Mai 2019 für den Wahlvorschlag der Freien Wählervereinigung in den Gemeinderat gewählt. Sie war seit ihrer Verpflichtung Mitglied im Bauausschuss, im ständigen Umlegungsausschuss und im Schulausschuss der Werkrealschule Forbach- Weisenbach. Ferner war sie stellvertretendes Mitglied im Finanz-, Kultur- und Sozialausschuss sowie im Arbeitskreis Seniorengemeinschaft. Auch wenn sie mit ihrem Wunsch nach dem Ausscheiden auf vollstes Verständnis gestoßen ist, so verliert man bedauerlicher Weise doch ein engagiertes und fleißiges Mitglied im Gemeinderat. Auch ihr galt der Dank durch Bürgermeister Daniel Retsch sowie für die Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates durch Gemeinderätin Maria Di Umberto.

Wo Mitglieder aus einem Gremium ausscheiden, rücken andere Personen in dieses Gremium nach.

Auf dem Wahlvorschlag der CDU war bei der Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 Armin Krieg der erste Ersatzbewerber. Beim Wahlvorschlag der Freien Wählervereinigung Matthias Bohn. Für beide Ersatzbewerber hatte der Gemeinderat festgestellt, dass keine Hinderungsgründe für das Nachrücken in den Gemeinderat vorliegen. Insoweit konnte Bürgermeister Daniel Retsch Armin Krieg und Matthias Bohn nach entsprechendem Hinweis über die Wichtigkeit und Bedeutung des Amtes als Gemeinderat und die daraus erwachsenden Rechte und Pflichten als Gemeinderäte mit Wirkung vom 01.01.2022 verpflichten.

Online-Angebot der lokalen Presse

 Badische Neueste Nachrichten

 Badisches Tagblatt