Grußwort Bürgermeister Daniel Retsch

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

ich hoffe, Sie konnten den Sommer 2022 mit Ihrer Familie, Ihren Freunden und Ihren Bekannten genießen und haben zusammen eine schöne Zeit verbracht. Es war auch der erste Sommer seit dem Ausbruch der Pandemie, an dem erfreulicherweise wieder Veranstaltungen von Vereinen in Weisenbach und Au stattfinden konnten.

Morgen wird die Herbstzeit eingeläutet und es herrscht immer noch kein Frieden in Europa. Leider! Ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verursacht es die nächste Flüchtlingskrise der Neuzeit und ruft eine noch nie dagewesene Energiekrise hervor. Als ob die Nachfolgegenerationen nicht schon genug auf ihre Schultern tragen müssen und unter den monetären Auswirkungen der ersten Flüchtlingskrise der Neuzeit sowie der Corona-Krise noch lange zu kämpfen haben, kommen die „neuen“ Krisen wie eine erneute Flüchtlingskrise und Energiekrise, gepaart mit der höchsten Inflation noch hinzu.

Die Ausnahmesituationen nehmen somit kein Ende. Und schon wieder werden es die Kommunen sein, die die Beschlüsse von Bund und Land umsetzen sollen. Hier sind wir auf alle Bürgerinnen und Bürger, ob als Privatperson oder als Verein/Vereinsverantwortliche gegenseitig angewiesen. Sei es bei den Themen Flüchtlingsunterbringung, Energieeinsparung oder Corona. In den zurückliegenden Wochen und Monaten wurden durch die Gemeinde Weisenbach bereits 27 Flüchtlinge aus der Ukraine in kommunale Wohnungen bzw. in durch die Gemeinde angemieteten Wohnungen untergebracht. Da die Kriegsereignisse jedoch weiterhin andauern, rechnet man auch weiterhin mit Flüchtlingen aus der Ukraine. Die Zahlen der in Baden-Württemberg ankommenden Flüchtlinge aus der Ukraine überschreiten heute schon die Zahlen der Flüchtlingswelle 2015 bis 2017.

Die Gemeinde Weisenbach ist daher weiterhin auf der Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge und ist für jeden angebotenen Wohnraum sehr dankbar. Wenn Sie über Wohnraum verfügen und diesen zur Unterbringung von Flüchtlingen bereitstellen können, so nehmen Sie bitte mit dem Rathaus Weisenbach, Hauptamtsleiter Walter Wörner, Tel. 07224/9183-11, W.Woerner@weisenbach.de, Kontakt auf.

Die Energiekostenentwicklung durch Preisanstieg und Gasumlage macht uns allen Sorge, nicht nur privat. Gemeinsam mit dem Gemeinderat, unseren Energieversorgern sowie weiteren Partnern schauen wir auf die aktuelle und zukünftige Kostenentwicklung des Energieverbrauchs unserer kommunalen Liegenschaften und Einrichtungen. Es gibt allseits eine große Unsicherheit bezüglich der weiteren Entwicklung. Nur eines scheint sicher zu sein. So schnell werden die Energiepreise nicht fallen und es wird ein teurer Winter für uns alle werden. Wird der eigene Energieverbrauch gesenkt, werden nicht nur die im Raum stehenden Risiken wie Produktionsausfälle bei einem Gaslieferstopp minimiert, sondern auch Kosten gespart sowie die Umwelt geschont.

Unsicher ist auch die Entwicklung in der Corona-Pandemie. Wird es wieder einen Herbst und Winter mit vielen Infektions- und Krankheitsfällen geben? Müssen wir uns wieder erheblich einschränken oder finden wir einen Weg zu einem routinemäßigen Umgang mit Covid?

Es wird für uns alle kein leichter Herbst und kein leichter Winter werden. Ich hoffe sehr, dass der Krieg bald ein Ende findet und dass wir es alle schaffen, diese Phase zu überstehen. Wir in der Gemeindeverwaltung arbeiten auf jeden Fall mit Hochdruck daran und stehen Ihnen bei Bedarf gerne informativ und unterstützend zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen und uns allen trotz aller derzeitigen widrigen Umständen und Herausforderungen einen wunderschönen Herbst. Lassen Sie uns gemeinsam zusammenhalten und uns solidarisch mit unseren Mitmenschen zeigen, den Menschen, die hier wohnen und denen, die als Hilfesuchende zu uns kommen.

Bleiben Sie gesund!


Herzlichst Ihr


Daniel Retsch
Bürgermeister

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