Übergabe des Bewilligungsbescheides für das Teilgebiet III im Zusammenlegungsverfahren Weisenbach an die TG-Weisenbach

Die Zusammenlegung Weisenbach wurde bereits im Jahr 2002 angeordnet und umfasst eine Größe von 797 ha mit insgesamt 4165 Flurstücken, die rund 1000 Eigentümern gehören. Nachdem das ursprüngliche Gebiet zunächst auf die Zufahrt vom Kolpinghaus zum Schafstall begrenzt war, wurde nach der Erweiterung des Gebietes das Verfahrensgebiet in drei Teilgebiete aufgeteilt: Teilgebiet I liegt links der Murg um Kolping- und Naturfreundehaus, Teilgebiet II auf Gemarkung Au und das dritte Teilgebiet erstreckt sich durch das Latschigbachtal.
Der Ausbau der Maßnahmen in den Teilgebieten I und II ist bereits erfolgt und abgeschlossen. Das dritte Teilgebiet wurde in den letzten beiden Jahren von der unteren Flurbereinigungsbehörde im Landratsamt Rastatt zusammen mit dem Vorstand der Teilnehmergemeinschaft sowie mit der Gemeinde Weisenbach überplant und mit den Trägern öffentlicher Belange abgestimmt. Von den betroffenen Eigentümern wurden im vergangenen Jahr die notwendigen Vereinbarungen eingeholt. Die Zustimmung zur Ausbauplanung konnte vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg im April dieses Jahrs erteilt werden.
Die geplanten Kosten für das dritte Teilgebiet belaufen sich auf insgesamt rund 560.000,- Euro. Die Förderung der Flurbereinigung erfolgt aus Mitteln, die der Bund und das Land Baden-Württemberg für die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ bereitstellen. Dem Zuschuss liegt ein Fördersatz von 85 % zugrunde. Die restlichen 15 % werden von der Gemeinde Weisenbach vollumfänglich finanziert.
Als früherer Bürgermeister und ehemaliger TG-Vorstandsvorsitzender von Weisenbach war Landrat Toni Huber bereits intensiv bei der Planung des Verfahrensgebietes und der Ausführung der Teilgebiete I und II beteiligt.
Landrat Toni Huber begrüßte am vergangenen Freitag Abteilungsleiter Dieter Ziesel vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg, Bürgermeister Daniel Retsch, sowie den stellvertretenden Vorsitzenden Walter Wörner der Teilnehmergemeinschaft Weisenbach im Landratsamt Rastatt.
Dieter Ziesel überbrachte der Teilnehmergemeinschaft Weisenbach, vertreten durch den stellvertretenden Vorsitzenden Walter Wörner den Bewilligungsbescheid zur Finanzierung des Ausbaus des letzten Teilgebietes in der Zusammenlegung Weisenbach. Dieser bedankte sich namens der Teilnehmergemeinschaft, Bürgermeister Daniel Retsch namens der Gemeinde. In der bewegten Topographie des Murgtals wird mit den baulichen Maßnahmen die Offenhaltung der bedeutsamen Kulturlandschaft ermöglicht. Beim gemeinsamen Gespräch wurden die geplanten Maßnahmen sowie die weiteren Schritte der Bauausführung erörtert.
 
Mit der Bewilligung der Mittel sind nun die Voraussetzungen für die Ausführung der Planung gegeben. Zwei Schotterwege und ein Asphaltweg sollen modernisiert und eine spitzwinkelige Kurve abgerundet werden, so dass zukünftig das Latschigbachtal über einen Ring erschlossen ist. Weiterhin werden zwei Ausweichstellen errichtet sowie Zufahrten ins Gelände hergestellt, um die Erschließung und somit die Pflege der Grünflächen zu verbessern. Im Teilgebiet III befinden sich zahlreiche, naturfern aufgeforstete Nadelgehölze. Durch die geplante Waldrandpflege, sprich die Herausnahme von Einzelbäumen und Nadelgehölz-Sukzessionen, wird die Entstehung von entsprechend der Höhenlage natürlich vorkommenden Laub- und Auwäldern gefördert, was ebenfalls dem Schutz der Frisch- und Kaltluftabflüsse und einer Verbesserung der Klimaschutzfunktion zu Gute kommt.
Ab Oktober 2020 soll diese Waldrandpflege durch Herausnahme von Einzelbäumen durchgeführt werden. Die Bauausführung im Latschigbachtal soll im Dezember dieses Jahres starten und sich je nach Wetterlage bis in den April erstrecken.
 

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