Latschigbachtal in Weisenbach im Rahmen der Flurneuordnung überplant

In den zurückliegenden Monaten bzw. Jahren wurde das Teilgebiet III, welches in Weisenbach rechts der Murg im Wesentlichen die Flächen im Latschigbachtal umfasst, von der federführenden Flurneuordnungsbehörde überplant.

Am Dienstag, 2. April 2019, 18.00 Uhr findet im katholischen Gemeindehaus St. Wendelin eine Informationsveranstaltung statt, zu dieser bei entsprechendem Interesse, neben den direkt angeschriebenen Grundstückseigentümern auch die gesamte Öffentlichkeit recht herzlich eingeladen ist.
  
Bereits im Zusammenhang mit der Erweiterung des kommunalen Schafstalles in Weisenbach im Gewann Langenbusch wurde zum Bau einer wintertauglichen Zufahrt vom Weisenbacher Kolpinghaus her im Jahr 2002 ein Flurneuordnungsverfahren angeordnet. In den Folgejahren wurde das ursprüngliche Gebiet des sogenannten „Schwarzwaldverfahrens“ erweitert auf fast alle unbebauten Flächen der Weisenbacher und Auer Gemarkung. Aufgrund der Kleingliedrigkeit in der Grundstücksstruktur wäre eine komplette Umsetzung von Maßnahmen auf dem gesamten Gebiet nur mit nicht zu vertretendem Aufwand möglich gewesen. Man verständigte sich daher schon frühzeitig auf die Bildung von verschiedenen Teilgebieten. Es galt Planungen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur zu erarbeiten und die entsprechenden Maßnahmen umzusetzen. So wurden bereits in den Jahren 2009/2010 im Bereich Weisenbach links der Murg um Kolping- und Naturfreundehaus und in den Gewannen Langenbusch und Benzenloch bis hin zur Erlenstraße bauliche und landschaftspflegerische Maßnahmen umgesetzt, um die Landschaftspflege zu erleichtern und dem zunehmenden Zuwachsen der Offenlandflächen entgegen zu wirken. Nach entsprechender Planung und der jeweils erforderlichen Einholung der Zustimmung der betroffenen Grundstückseigentümer konnten im Jahre 2015 die Maßnahmen im Teilgebiet II, dem Füllenbachtal in Au, entsprechend umgesetzt werden.

In den zurückliegenden Monaten bzw. Jahren wurde das Teilgebiet III, welches in Weisenbach rechts der Murg im Wesentlichen die Flächen im Latschigbachtal umfasst, von der federführenden Flurneuordnungsbehörde überplant. Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft hat dieser Planung bereits in der Sitzung am 21. Februar 2019 zugestimmt. In der heutigen Sitzung des Weisenbacher Gemeinderates am 28. März 2019 werden durch die leitende Ingenieurin Carolin Schaal sowie die ausführende Ingenieurin Stefanie Korf des Landratsamts Rastatt, Flurneuordnungsbehörde, die Maßnahmen vorgestellt. Neben der Zustimmung des Gemeinderates sind insbesondere aber auch die Grundstückseigentümer gefordert. Diese wurden durch die Flurneuordnungsbehörde bereits auf Dienstag, 2. April 2019, 18.00 Uhr ins katholische Gemeindehaus St. Wendelin eingeladen. Auch dort werden die geplanten Maßnahmen allen betroffenen Eigentümer vorgestellt und erläutert mit dem Ziel, dass möglichst alle Grundstückseigentümer die ihnen bereits übersandten Zustimmungserklärungen unterzeichnen. Denn erst, wenn die jeweiligen Zustimmungen vorliegen, kann mit den geplanten Maßnahmen begonnen werden.

Zu dieser Informationsveranstaltung ist bei entsprechendem Interesse, neben den direkt angeschriebenen Grundstückseigentümern, im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung auch die gesamte Öffentlichkeit recht herzlich eingeladen. Gerade die Wege ins Latschigbachtal sind eng, schmal und erlauben keinen Begegnungsverkehr. Es fehlt an Wasserableitungen, so dass bei entsprechenden Starkniederschlagsereignissen die Wege oftmals ausgespült werden. Wende- und Ausweichmöglichkeiten sowie Zufahrten ins Gelände zur Landschaftspflege sind kaum oder nur ungenügend vorhanden und sollen geschaffen werden. Der Weg in Richtung Hochbehälter, welcher insbesondere auch der Holzabfuhr dient, muss von Grund auf gerichtet und neu asphaltiert werden. Um den Kaltluftaustausch von den Schwarzwaldhochlagen durchs Latschigbachtal ins Murg- bzw. Rheintal zu ermöglichen, sollen auch Baumrodungen auf den Wiesenfläche durchgeführt werden – ein wichtiger Beitrag, gerade im Zuge der Klimaveränderungen und stetigen Erwärmung insbesondere im Rheintal. Sofern dann alle Zustimmungen vorliegen, sollen die Rodungsarbeiten voraussichtlich in den kommenden Wintermonaten und die baulichen Maßnahmen im kommenden Jahr 2020 zur Umsetzung kommen. 

Online-Angebot der lokalen Presse

 Badische Neueste Nachrichten

 Badisches Tagblatt