Waldbegehung der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderats Weisenbach

Unter der Leitung von Markus Krebs, dem Forstdirektor des Kreisforstamtes, Bezirksleitung Gaggenau, wurde der Verwaltung und dem Gemeinderat während einer Waldbegehung sowohl der aktuelle Stand als auch die künftige Entwicklung für den Weisenbacher Wald aufgezeigt. Die Waldbegehung fand in diesem Jahr auf der linken Murgseite statt.

Beim ersten Stopp sprach Herr Krebs über die aktuelle Situation des Waldes. Er teilte mit, dass man in diesen Sommer beim Wald besonders in den unteren Lagen spüre, welche Auswirkungen die massive Hitze der letzten Monate habe. Die vielen Blätter der Laubbäume seien bereits lange vor dem Herbst braun gefärbt. Die Hitze und die hohe Konzentration an UV-Strahlung habe sich sehr negativ auf den Wald ausgewirkt. Die Forstfachleute führten aus, wie wichtig der Regen für den Wald sei, denn nur durch gut durchfeuchtete Erde, könnten die Wurzeln das Wasser aufnehmen.

Forstrevierleiter Dietmar Wetzel teilte mit, dass die große Nachfrage nach fossilen Brennstoffen wie Brennholz priorisiert an die Weisenbacher Bürgerinnen und Bürger abgegeben wird, auch wenn die Preise für das Brennholz um 30 % angestiegen wären. Im Hinblick auf den Preisanstieg bei Gas und Öl wäre der Preis von Brennholz noch komfortabel, so Wetzel weiter.

Feuerwehrkommandant Adrian Klaiber berichtete, dass sich leider am 22. August ein Flächenbrand am Bahndamm kurz vor dem AVG-Tunnel Richtung Langenbrand unterhalb des Tour-de-Murg Radweges entfachte. Glücklicherweise wurde die Feuerwehr rechtzeitig alarmiert und es konnte somit Schlimmeres (Übergriff auf die andere Seite) verhindert werden. Er bat in diesem Zusammenhang, dass die Bürgerinnen und Bürger, die einen Waldbrand entdeckten, sofort die Nummer 112 wählen sollen, damit die Feuerwehr über die Leitstelle alarmiert wird, da bei Waldbränden jede Sekunde zählen würde.

Bürgermeister Daniel Retsch bedankte sich in diesem Zusammenhang bei den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Weisenbach sowie den Feuerwehrkollegen der Nachbarorte Forbach und Gaggenau für die tolle Nachbarschaftshilfe bei diesem Flächenbrand. In diesem Zusammenhang wurde das Thema Löschwasserrückhaltung in Form von bspw. Löschteichen in Weisenbach angeregt. Die Gemeindeverwaltung wird sich hier in nächster Zeit mit dem Forst und der Feuerwehr Gedanken über mögliche Lösungsvarianten machen.  

Zum Schluss der Waldbegehung fand noch eine Besichtigung der neu angelegten Zufahrt zur Felsensicherung oberhalb der Erlenstraße statt, die bereits seit dem Frühjahr wegen der Gefahr eines Felsabgangs gesperrt ist. Forstrevierleiter Dietmar Wetzel führte aus, dass hier 250 Meter Holz eingeschlagen wurden, um eine Zufahrtsstraße von oben auf das Felsplateau zu bauen, damit die beauftragte Firma HTB aus Österreich die Arbeiten zur Felssicherungsmaßnahme ab 19. September 2022 beginnen konnten.

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