Große Sanierungsarbeiten der Wasserkraftwerke Murg Breitwies Schlechtau an der Wasserkraftanlage „Schlechtau

Nach den Sanierungen der Wehranlagen der Firmen Smurfit Kappa und Katz in den letzten Jahren ist nun auch die Sanierung der Wasserkraftanlage der Wasserkraftwerke Murg Breitwies Schlechtau im Gange. Im Wasserhaushaltsgesetz des Landes Baden-Württemberg sind verschiedene Maßnahmenprogramme vorgeschrieben, um die Bewirtschaftungsziele zu erreichen. Dies trifft auch auf die Murg als Fließgewässer zu. Am 22. März 2018 erhielt das Wasserkraftwerk durch den Beschluss des Gemeinderats die Zustimmung zur Sanierung der Wasserkraftanlage, des Kanals sowie den Bau einer Fischaufstiegsanlage. Laut Zulassungsantrag und der wasserrechtlichen Genehmigung ist die gesamte Ausleitungsstrecke somit die Murg mit einem Mindestabfluss von 1.700 Liter je Sekunde zu beschicken. Im Zeitraum 01.11. bis 31.03. jeden Jahres soll sogar ein Mindestabfluss von 2.000 Liter je Sekunde gewährleistet sein. An der linken Uferseite der Murg in Höhe „In der Emisau“ wird eine Fischaufstiegsanlage mit insgesamt 17 Becken über eine Länge von insgesamt 62,9 m und einen Höhenunterscheid von 2,65 m errichtet. Als Abgrenzungen der einzelnen Becken dienen Riegelsteine die sich in Fließrichtung neigen. Die Oberkante der Steinriegel liegt jeweils auf der Höhe des Beckenwasserstandes. Die Wehranlage wird um 0,5 m erhöht, mit einem Horizontalrechen und zusätzlichem Rechenreiniger erweitert. Über dem Horizontalrechen befindet sich ein ca. 4 m langer Laufsteg an der Quertraverse. Dieser fährt bei vollständiger Schutzöffnung nach oben. Ebenfalls erhöht wird die Ausbauwassermenge auf 14,0 m³ je Sekunde. Die wasserrechtliche Erteilung des Regierungspräsidiums Karlsruhe ist auf 50 Jahren befristet. Durch das Bauvorhaben wird ein weiterer Baustein zur Durchgängigkeit der Murg hinzugefügt. Durch den vorgegebenen Mindestabfluss werden Flora, Fauna sowie Fische und sonstige kleine Lebewesen im Gewässerbereich auch in Sommerzeiten geschützt. Auch werden die Wasserkraftwerke mit den geplanten Maßnahmen den Kanal so sanieren, dass zukünftig keinerlei Wasser aus dem Kanal mehr austreten kann. Die Gesamtkosten dieser Baumaßnahmen werden von den Wasserkraftwerken alleine getragen.

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