Nachhaltigkeit in der Region mit LEADER voranbringen

Die Devise „Global denken, lokal handeln“ ist eines der bekanntesten Konzepte, um die drängenden Probleme, die die Zukunft der Menschheit auf unserem Planeten bedrohen, in den Griff zu bekommen. Lokal zu handeln heißt, bei sich selbst vor Ort anzufangen. Es gibt mittlerweile viele gute Beispiele für gelebte Nachhaltigkeit im Kleinen: die Elektrizitätswerke Schönau im Schwarzwald oder die Klimakommune Saerbeck in Nordrhein-Westfalen zeigen, wie Bürger vor Ort ihre Energieversorgung aus regenerativen Quellen selbst in die Hand nehmen. Repair-Cafés von Bürgern für Bürger sind eine gute Möglichkeit, Müll zu vermeiden und Ressourcen zu schonen. In bekannten Upcycling-Projekten treffen sich Bürger, um gemeinsam aus gebrauchter Kleidung neue, individuelle und zeitlose Mode herzustellen, und lokale Initiativen für solidarische Landwirtschaft setzen Zeichen gegen die industrielle Landwirtschaft und Massentierhaltung.
Wer solche oder ähnliche Ideen für einen nachhaltigen Wandel vor Ort und bürgerschaftliche Initiativen hat, dem könnte ein Zuschuss über das LEADER-Programm bei der Realisierung helfen. Im aktuellen Projektaufruf der LEADER-Aktionsgruppe Regionalentwicklung Mittelbaden Schwarzwaldhochstraße e. V., der am 25. Februar 2019 begonnen hat, steht dieses Thema besonders im Fokus. Denn während des Projektaufrufs läuft vom 19. bis 28. März die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe „Nachhaltiges Wirtschaften & Leben“ der Energieagentur Mittelbaden im Landratsamt Rastatt, bei der Ansätze für einen nachhaltigen Wandel aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Bei der Auftaktveranstaltung „Wandel gestalten und Leben verbessern“ am 20. März informiert die LEADER-Aktionsgruppe Mittelbaden als Kooperationspartner über Fördermöglichkeiten für lokale Initiativen und Projektideen, die eine nachhaltige Zukunftsgestaltung zum Ziel haben. „Es wäre toll, wenn wir hier einen Anstoß geben könnten und im laufenden Projektaufruf bereits die ersten Ideen dazu eingereicht würden!“, so die Hoffnung der Veranstalter.
Nachhaltiges Leben betrifft alle Lebensbereiche. Aus diesem Grund können Projekte aus allen Handlungsfeldern des regionalen Entwicklungskonzepts eingereicht werden. Voraussetzung ist, dass sie in der geographisch abgegrenzten LEADER-Region Mittelbaden umgesetzt werden und dabei helfen, die regionalen Entwicklungsziele zu erreichen. Insgesamt stehen diesmal 300.000,- € an Fördermitteln der Europäischen Union zur Förderung innovativer Projekte zur Verfügung, für private Projekte stehen zusätzliche Landesmittel zur Kofinanzierung bereit. In diesem Aufruf können sowohl öffentliche Antragsteller wie Kommunen und Kirchen als auch private Antragsteller gefördert werden. „Viele wissen nicht, dass auch Privatleute, kleine Unternehmen und Vereine LEADER-Förderung erhalten können“, erklärt Dr. Antje Wurz, Regionalmanagerin der LEADER-Region Mittelbaden. Der Stichtag für die Einreichung der Anträge ist der 12. April.
Nähere Informationen unter http://www.leader-mittelbaden.de oder bei der Geschäftsstelle. Es wird empfohlen, vorab einen Beratungstermin zu vereinbaren.
Weitere Informationsmöglichkeiten bietet das Team des LEADER-Regionalmanagements wieder mit Projektberatungen vor Ort in der Region. Personen, die sich über Fördermöglichkeiten, Antragsverfahren und geförderte Projekte informieren möchten, können am Donnerstag, 21. März 2019, von 14.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus Weisenbach das Angebot des Regionalmanagements nutzen. Die Veranstaltungen sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Kontakt:                                                                                      
Regionalentwicklung Mittelbaden Schwarzwaldhochstraße e.V.
Fr. Dr. Antje Wurz
Geroldsauer Straße 42
76534 Baden-Baden
Tel.: 07221- 93-1650
E-Mail: wurz.leader@baden-baden.de
 
 

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