Latschigbad feiert 50jähriges Bestehen
Das Weisenbacher Latschigbad kann in diesem Jahr auf das 50jährige
Bestehen zurückblicken. Auch wenn der Sommer 2005 eher „durchwachsen“
ist und keine Rekordbesucherzahlen zu erwarten sind, so erfreut sich das
Latschigbad nach wie vor großer Beliebtheit. Anfang der 50er Jahre
befassten sich die damals politisch Verantwortlichen mit dem Thema „Bau
eines Schwimmbades“. Nachdem es zum damaligen Zeitpunkt kaum Schwimmbäder
in der Region gab, diente oftmals die Murg als Baderevier. Mit der
zunehmenden Verschmutzung der Murg wurde der Wunsch nach einem Freibad
immer lauter. Verschiedene Alternativen wurden geprüft und wie aus den
Akten zu entnehmen ist, wurde festgestellt, dass z. B. das Fürholzbachtal
nicht in Frage kommt, weil dort die Sonne rund 2 Stunden früher untergeht
als im Latschigbachtal, was durch entsprechende Beobachtungen am 20. Juli
1953 dokumentiert wurde.
Der Weisenbacher Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 16. Oktober 1952
grundsätzlich einen vorliegenden Vorentwurf genehmigt und Dipl.-Ing. Max
Goller aus Gernsbach beauftragt, Planunterlagen für das
wasserpolizeiliche und baupolizeiliche Genehmigungsverfahren anzufertigen.
Ein erster Kostenvoranschlag des Planers vom 07. Oktober 1952 ging von
reinen Baukosten für die Schwimmbecken, die Gebäulichkeiten, die
Ausstattung, Begrünung und Umzäunung von 176.399 DM aus. Eine durch die
staatliche Lebensmitteluntersuchungsanstalt Karlsruhe am 06. November 1952
durchgeführte Wasseruntersuchung brachte zum Ergebnis, dass das Wasser
des Latschigbaches von einer außerordentlichen Qualität und vorzüglich
als Badewasser geeignet ist.
Trotz dieser positiven Voraussetzungen vergingen noch fast drei Jahre bis
das Latschigbad dann tatsächlich seine Pforten öffnen konnte. Grund
hierfür waren vielfältige weitere Untersuchungen, Verhandlungen und
Gespräche. So war die Firma Katz & Klumpp AG. mit dem Vorhaben ganz
und gar nicht einverstanden, da der Latschigbach das unentbehrliche
Fabrikationswasser lieferte und an der verbleibenden Menge und der Qualität
des Wassers erhebliche Zweifel gegeben waren. Durchaus verständlich, wenn
man bedenkt, dass die ersten Planungen davon ausgingen, dass die Becken
einmal wöchentlich vollständig entleert und mit frischem Bachwasser gefüllt
werden sollten. Letztendlich kam man jedoch zum Ergebnis, eine Umwälzanlage
mit einem Kostenaufwand von ca. 40.000 DM einzubauen, wodurch dann die
ursprünglich geplanten periodischen Leerungen und Füllungen des Beckens
wegfielen.
Nach entsprechender Ausschreibung der Arbeiten wurde mit der Firma Karl
Reif, Bauunternehmung, Forbach-Gausbach, am 04. September 1954 ein Vertrag
zum Neubau des Latschigbades in Weisenbach abgeschlossen. Gebaut wurde das
Schwimmbadbecken in einer Größe von 50 x 15 Metern und einem
Wasservolumen von ca. 1.400 cbm, das Nichtschwimmerbecken mit einem
Volumen von ca. 350 qm sowie das Planschbecken für Kleinkinder. Um auch
bei starkem Wasserverbrauch nicht zuviel Wasser dem Latschigbach entnehmen
zu müssen, wurde zusätzlich ein Vorhaltebecken mit einem Volumen von
etwa 60 cbm gebaut. Zügig wurden diese Bauarbeiten umgesetzt, denn
bereits am 26. Juni 1955 um 14.00 Uhr wurde das Weisenbacher Latschigbad
eröffnet. Die Gesamtbaukosten beliefen sich letztendlich auf ca.
300.000,-- DM. Die erste Saison dauerte bis Ende September und
alkoholfreie Getränke sowie Zuckerwaren wurden vom Bademeister Theodor
Strobel persönlich verkauft.
Nach Ende der Badesaison 1984 wurde nach rund 30jährigem Badebetrieb das
Latschigbad in größerem Umfange saniert. Schwimmerbecken, Kiosk,
Umkleidebereiche, WC und insbesondere die Technik wurden umgebaut,
erneuert und auf den modernsten Stand gebracht. Der Wasserbezug wurde an
die Trinkwasserversorgung angeschlossen und so ist es auch heute kein
Problem, den gestiegenen Anforderungen an die Badewasserqualität gerecht
zu werden.
Diese 50jährige Jubiläum des Weisenbacher Latschigbades soll im Rahmen
des am kommenden Wochenende stattfindenden Schwimmbadfestes des
Turnvereins Weisenbach mitgefeiert werden. Sollte bei entsprechenden
Witterungsbedingungen das Schwimmbadfest stattfinden, so wird Bürgermeister
Toni Huber dieses am Samstag, 13. August 2005 um 14.00 Uhr eröffnen und
anlässlich des 50jährigen Jubiläums ein Fass Freibier anstechen.
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Wein und Olivenöl aus der Partnergemeinde San Costanzo im Rathaus
erhältlich
Anlässlich des Straßenfestes hat die Gemeinde Weisenbach sowie das
Partnerschaftskomitee am Informationsstand Weißwein sowie Olivenöl aus
der Partnergemeinde San Costanzo/Italien angeboten.
Da an diesen Tagen verschiedene Anfragen diesbezüglich kamen, können
noch einige Flaschen des Olivenöls und des Weißweines im Rathaus im
Zimmer 1 oder Zimmer 4 erworben werden. Das Olivenöl gehört zu einem der
besten Olivenöle Italiens und wurde mehrfach schon prämiert.
Die 0,5 l Flasche kostet 10 Euro. Der Tafelwein (1,5 l) mit typischem
Etikett der Piazza Perticari/San Costanzo können für 3,50 Euro erworben
werden.
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